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EL34PSE



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Röhren-Monoblöcke EL34PSE

Rechts die beiden Monoblöcke, unten das Netzteil.

Schon längere Zeit mit dem Röhrenbazillus infiziert, sollte eine Röhrenendstufe in Angriff genommen werden. Single Ended sollte sie sein und da meine Nubert Boxen nur einen Wirkungsgrad von 87 dB (1W / 1m) haben, wäre es nett, wenn die Ausgangsleistung über 10W liegen würde.

Das Netzteil

Das separat ausgeführte Netzteil, das komplett kanalgetrennt aufgebaut ist, liefert neben der Anodenspannung auch eine geregelte Gleichspannung von 6.3V für die Röhrenheizung. Bei den letztendlich drei parallelgeschalteten EL34 und der Vorstufenröhre ECC99 ergibt sich bei 6,3V ein Gesamtheizstrom von ca. 5,3A pro Kanal. Damit wird der Aufwand für das Netzteil natürlich nicht geringer. Die Leiterbahnen der verwendeten Platine sind z.B. mit zusätzlich aufgelöteten Massivdraht verstärkt. Wie sich später herausstellte, machte nicht die Kühlung der rückseitig angebrachten Regeltransistoren probleme, sondern die Abwärme der Gleichrichterdioden. Die Endstufen sind mit dem Netzteil über Kabel mit XLR-Stecker verbunden, die ihre Aufgabe gut erfüllen. Sie sollten jedoch von besserer Qualität sein, da jede 100mOhm Übergangs- und Leitungswiderstand bei über 5A Heizstrom einen nennenswerten Spannungsverlust bedeuten.

Die Anodenspannung wird erst mit einer Verzögerung von etwa einer Minute über einen Thyristor auf die Endstufen geschaltet, die Vorheizzeit wird optisch durch eine blinkende LED angezeigt, die danach Dauerlicht hat. Um den Einschaltknackser (erzeugt durch den Einschaltstrom durch den Ausgangsübertrager) zu verhindern, wird der kurzgeschlossene Ausgang der Endstufen erst ca. eine Sekunde später über Kleinleistungsrelais freigeschaltet.

Die Monoblöcke

Die als Monoblock ausgeführten Endstufen sind fliegend verdrahtet. Grundsätzlich kamen 2W-Widerstände zum Einsatz, auch wenn die Leistung nicht benötigt wird, ansonsten 5W-Drahtwiderstände. Der einzige Kondensator im Signalweg ist ein hochwertiger Folientyp hoher Spannungsfestigkeit.

Für die Vorstufenröhre kommt die ECC99 zum Einsatz, die mit einer Anodenverlustleistung von 5W pro System zur Ansteuerung der drei parallelgeschalteten Endröhren pro Kanal genügend Leistung zur Verfügung stellt. Die Brems- und Schirmgitter der EL34 sind beide entgegen sonst üblicher Beschaltung mit der Anode verbunden, der Ausgangsübertrager mit Primär 1K und einem M102b-Kern verträgt 250mA, ohne in die magnetische Sättigung zu gehen. Eine Gegenkopplung ist nicht realisiert worden.

Fazit

Nach dem ersten Einschalten stellte sich zu meiner Begeisterung keinerlei Brumm ein, man muss schon fast in die Boxen kriechen, um etwas davon zu hören. Das klangliche Ergebnis hat meine Erwartungen mehr als übertroffen und die letztendliche erreichbare Ausgangsleistung von 13-14W Sinus an der Klippgrenze ist deutlich mehr als ausreichend.

Bei Interesse am Schaltplan bitte nachfragen



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